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 Altenheim Kronthal

 

 

 

Das Senioren-und Pflegeheim "Altenheim Kronthal" liegt im äussersten Teil Kronbergs,

südwestlich in unmittelbarer Nähe der Kronthaler Quellen.

Hier verbrachten schon viele Kronberger Bürger/innen ihre letzten Tage.

Es ist eines von insges. 5 Seniorenheimen in Kronberg.

Ein zweites Seniorenheim das der Stiftung -Hospital zum heiligen Geist- gehört, 

ist im Kronberger Stadtteil Oberhöchstadt.

Im Jahre 2016, also 31 Jahre später, ist das Altenheim Kronthal auf den neuesten Stand der

zeitgemäßen Architektur umgebaut worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                         Gerresheimer Glas

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die älteren kennen es noch, die Einmachgläser von Gerrix.

 

 

 

 

 Wer in den frühen Jahren einen Garten hatte, als es noch keine

 Gefriertruhen schnell mal zu kaufen gab, war ein König.

 Das Obst (Beeren, Äpfel, Birnen , Mirabellen, Zwetschgen uva.)

 oder die (Gurken, Gelberüben uva.) quasi alles was man heute einfrieren

 und somit haltbar machen kann, konnte man (kann man immer noch)

 in diese Gläser einkochen und hatte somit für den bevorstehenden Winter

 immer einen Vorrat an frischen Vitaminen.  

                                              -------------------------------------

 Die Gerresheimer Glas AG, ehemals weltgrößter Flaschenhersteller mit 13.000 Mitarbeitern,

 siedelte ab 1957 auf dem Gelände am Kronberger Bahnhof an.

 1961-1962 kündigte die Deutsche Bahn das Gelände des Verkaufslagers in Frankfurt

 zu Gunsten der Deutschen Post AG.

 Die Bahn bot als Alternative dafür zusätzliche Pachtflächen in Kronberg an, mit der Zusage,

 dass Gerresheimer mit dem Generalvertreter G.A. Natermann aus Frankfurt

 und dem Inhaber Paul Wolf OHG aus Kronberg, neben der Ludwig-Sauer-Straße neue Hallen

 errichten dürfen.

 Die Deutsche Post (heute Telekom) sicherte eine direkte Telefonleitung (gebührenfrei) vom

 Büro in Frankfurt zum neuen Verkaufslager-Büro Kronberg zu (ein Novum).

 1964 wurde, trotz erheblichem Aufwand (der Westerbach wurde unter die Erde verlegt) und

 Widerständen von Stadtverordneten das neue Verkaufslager in Betrieb genommen.

 Es wurde ein Sondergleis für den An-und Abtransport der Ware entlang des Pachtgeländes verlegt.

 Wegen des Frachtaufkommens wurde gleichzeitig der Güterschienenverkehr für Kronberg

 gesichert, da ohne das Frachtaufkommens von Gerresheimer die DB den Güterverkehr

 via Kronberg generell eingestellt hätte. Das Güterbahnhofsgebäude war bereits stillgelegt.

 Auf dem Güterbahnhofsgelände wurde ca. 1968 eine weitere Halle errichtet. 

 Nach 1983 hat die Fa. Schulte Jun. das Gelände übernommen und die Halle abgerissen.

 Paralell zur Errichtung des Verkaufslagers wurde sukzessive der Hang (via Schönberg)

 rechts neben der Ludwig-Sauer-Straße bebaut. 

 Nach 2-3 Jahren häuften sich die Proteste dieser "Siedler" und forderten die Einstellung

 des Lagerbetriebes.

 Die Fa. Gerresheimer stellte notgedrungen (ohne rechtliche Grundlage der Anwohner)

 von Dieselstaplern auf Elektrostapler um, obwohl zu dieser Zeit (1968)

 noch keine gesicherten Erkenntnisse zum sicheren und wirtschaftlichen Betreiben

 von Elektrostaplern im Freien vorlagen.

 Kaum wurde dieses praktiziert beschweren sich die Anwohner, dass das Öffnen der Waggontüren

 zum Entladen der Paletten mittels Elektrostaplern erfolgte, dass dieses Geräusch unerträglich sei!

 (Anmerkung: so war es damals und so ist es auch heute noch)

 Die Fa. Gerresheimer (Natermann / Wolf) belieferte Jahrzehnte die:

 Brauereien:  Henninger, Binding, Eichbaum, Radeberger, Giessener, Licher, Kropf u.u.u.

 Mineralbrunnen:  Kronthaler, Hassia, Roßbacher, Luisen, Hessen-Quelle, Siegfried, Selters u.u.u.

 Soft-Drink:   Coca-Cola Liederbach, Pepsi Cola Dreieich u. Albshausen, Florida, Seven-Up u.u.u.

 Saft/Apfelwein:   Possmann, Höhl, Heil, Rapp, u.u.u.

 Pharma:   Merck, Pfrimmer, Stada, Fresenius, Biotest u.u.u.

 Nahrung:   Nestle' (Nescafe'), Chambourcy, Maggi, Knorr, Thomy, Dr. Hammer u.u.u.

 Wurst:   Frankfurter, Reinmann, Wille, Brandenburger, Müller u.u.u.

 Obst + Gemüse:   Hartherz, Specht, Odenwald, Marten, Kühne u.u.u.

 

 

 

 Hier im alten Lokschuppen (inzwischen wurde er komplett renoviert) war 1957 der Start

 des Gerresheimer Verkaufs-Lagers,

 im Hintergrund die "Schillergärten".  

 

 

 

 Die Hallen von Gerresheimer parallel neben der Ludwig-Sauer-Straße.

 

 

 

  Ein Fuhrpark war ebenso wichtig.

 

 

 

 Hier der separate Gleisanschluss zu den Hallen.

 

 

 Ansicht von der Bahnhofseite.

 

 

 

 

 So sah es in den Hallen (60 x 20 Meter) aus, Glas das in die ganze Welt ging.

 

 

 

 

 Die Bachverrohrung des Westerbaches entlang der Ludwig-Sauer-Straße.

 

 

 

 

 Schuhfabrik Julius Bock

 

 

 

 

 

 ehemaliger Briefkopf, Quelle: Norbert Herrmann

 

 

Kronberg beherbergte einst ausserhalb ihrer Stadtmauern renomierte Firmen, 

in denen ein Teil der Bevölkerung in Lohn und Brot stand.

Die Firma JUBO aus der „Schuhstadt“ Hauenstein/Pfalz

(Julius Bock geprägt aus dem Vor-und Nachnamen),

beschäftigte in den 50er Jahren immerhin 350 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen,

war somit zu dieser Zeit der größte Arbeitgeber in Kronberg

und wurde erst von der Braun AG abgelöst bevor sie 1963 endgültig schloß.

Geschäftsführer der Schuhfabrik waren Josef Westenberger und Rolf Guckes,

die die Töchter von Julius Bock aus Hauenstein/Pfalz ehelichten.

Nach Schließung der Schuhfabrik benutzte die Braun AG vorübergehend das große Fabrikgebäude.

Die „Halle der Gelegenheiten“ war ebenso vorübergehend dort angesiedelt.

Zahlreiche Arbeiter sind anschliessend bei der Braun AG, Turner AG, Oberursel, als Fahrer

oder Lagerarbeiter bei Gerresheimer am Bahnhof Kronberg untergekommen.

In Lohn und Brot standen damals bei Jubo unter vielen anderen Kronbergern, Schönbergern

Oberhöchstädtern und Mammolshainern, stellvertretend zu nennen:

Fam. Schaaf, Helmut und Norbert Herrmann, Norbert Jäger, Hermann und Franz Rünzi, Walter Nuhn,

Eheleute Riffel, Ella Jüngst und „Bimbim“ Wenzel der dann mit seiner Frau Gerda ein Feinkostgeschäft

in Schönberg eröffnete.

Die jüngste Tochter von Julius Bock heiratete 1952 Josef Seibel jun. aus Hauenstein. 

Seibel führte die 3. Schuhfabrik in dem Verbund JUBO Kinderschuhe unter dem Namen "Kleiner Muck".

Wenn Kronberg die vorliegenden Aufträge nicht schaffte, wurde mit dem Firmen-LKW Opel Blitz

Halbfabrikate von Heinrich Streun zum "Kleinen Muck" gefahren, um deren Kapazität auszuschöpfen.

Der Opel Blitz erlitt bei der Auflösung der Kronberger Schuhfabrik einen Kollateralschaden und

verbrannte auf der Mammolshainer Müllkippe.

Größtes Ereignis für die Belegschaft war 1955 ein Betriebsausflug nach Hauenstein/Pfalz.

Am Kronberger Bahnhof stand der Samba-Express der Deutschen Bundesbahn mit Tanz-und Verpflegungs-

wagen bereit um die Gesellschaft nach Hauenstein zu bringen.

Vom Bahnhof Hauenstein musste die ganze Gesellschaft zu Fuß zum Firmengelände von JUBO marschieren.

 

 

 Die Belegschaft von JUBO Kronberg auf dem Weg zum Hauptwerk in Hauenstein.

 Im Vordergrund der jüngste Zuschneider, Hermann Lichterfeld.

 

 

 Keine Berührungsängste hatte die Geschäftsleitung an Fastnacht.

 Die Geschäftsleitung erlaubte ausnahmsweise Ausgelassenheit -hier Fastnacht 1959-.

 

 Unten v.l.n.r.    M.Kaiser, Annemarie Sauer, Ella Jüngst, Hedi Wilhelmi, Frieda Jäger,

                         Marlies Schrodt (Josbächer), Alfred Erbacher

 

 Oben v.l.n.r.     Käthe Herrmann, der Chef, Rita Jochmann, Anton Preis, Eva Hartmann,

                         Helmut Herrmann, Heinz Müller, E. Rammoser, Walter Schaaf, 

                         Norbert und Margot Herrmann

 

Die Fabrik "Der Kleine Muck" hat Seibel 2003 in, angeblich weltweit einzige,

eine "Gläserne Schuhfabrik" umgewidmet, wo Interessierte hautnah die Herstellung der Schuhe

miterleben können.

 

Die Familie Josef Seibel stellte Schuhe her und hatte wohl das bessere Händchen,

sie überlebten das Sterben der Schuhfabriken in den 60er, ihre Nachkommen führen eine Holding

mit rund 3.500 Mitarbeitern im In-und Ausland, die jährlich ca. 6 Mio. Schuhe herstellen,

die u.a. über Amazon und Gerry Weber vertrieben werden.