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                               Kronberger Anzeiger

                                                               ........bitte einen Augenblick warten bis die Seite geladen ist........

 

 aktualisiert am: 14.3.2017

 

 Musik: Scott Mckenzi

 Titel: San Francisco

 

 

 

 

                            

 Aus 1949

 

 

 

 Aus 1901

 

 

 Aus 1936

 

 

 

 Aus 1951 

 

 

 

 

                               Was wären die Kronberger ohne Ihr "Blättche"

 

     sie wüssten nichts von einer Werbung der in Kronberg ansässigen Betriebe....

 

 

   

 

 

                                                ...oder Heiratsannoncen............

 

     

 

                                          

 

                                      .....Werbung der ortsansässigen Firmen

 

 

                                                    

 

 

                                       Angebote für den Fasching 1950

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                              weitere Annoncen im "Blättche"

 

 

 

 

  Annoncen die im 1910 im Cronberger Anzeiger standen.

 

 

 

       

                                                                         Quelle: Heinz-Peter Haub Kronberg/Ts.  

                                            

 Am Dienstag, den 6. August 1901 standen diese Anzeigen im Cronberger Anzeiger

   

            

 

                             zu Fastnacht gab es auch noch diese Zeitung

 

 

 

 

 

                                                 in der Kreppelzeitung standen diese Anzeigen.

 

 

  

 

 

  was es alles gab in Kronberg....längst vergessen!

 

 

 

          

 

 

 

 

 

 

                                                was zeigten die Kinos der Familie Hirsch

 

  ...im September 1957

 

 

 

 

 im Dezember 1949

 

 

.....oder im Februar 1960

 

 

 

1967 liefen diese Filme

 

 

 

 

Dann war Schluss für die Familie Hirsch.

Das von Fritz Hirsch 1926 gegründete Kino, die "Kronberger Lichtspiele" geht in eine neue Ära.

 

 

 

 

                                              ....oder Reportagen über ortsansässige Betriebe

 

 

 Firmenjubiläum der Firma Holzbau Schmitt

 

 

 

 

 

 Johann Schmitt mit seinem Sohn Johann

 

 

 So sah ein Schulentlassungsschein aus, mit Bild "Abschied vom Elternhaus".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 vorne auf dem Stamm, der 7 Jährige Sohn Ottfried

 

 

Anlieferung der Holzfracht am Sägewerk im Tal.

Ich erinnere mich noch an andere Holzlieferungen die nicht so glimpflich ausgingen.

Ein Leiterwagen von zwei Kaltblütern gezogen hielten am Rathaus an bevor es die

steile Talstraße zum Sägewerk im Tal herunter ging.

Der Gespannfahrer drehte die mit Holzklötzen bestückten Bremsen an den Hinterrädern fest.

Der Leiterwagen mit mehreren Langholzstämmen fuhr dann die Katharinenstraße hinunter.

Dort wo die Talstraße anfängt war der Übergang auf Basaltpflaster. Die eisenbeschlagenen Wagenräder

konnten trotz angezogener Bremse auf der Hinterachse das enorme Gewicht nicht mehr halten.

Der Wagen rutschte wie auf Glatteis in die Pferde. Die Pferde rannten um ihr Leben mitsamt der Fracht

die Talstraße hinunter. Wer in diesem Augenblick die Talstraße hoch gekommen wäre, der....??!!

 

 

 Vor dem Sägewerk wurde das Holz entladen.

 

 

 

 Johann Schmitt junior, hält seinen Sohn der auf den Kaltblüter aufsitzen durfte.

 

Johann Schmitt Senior links im Bild, rechts sein Sohn Johann Junior, beim zersägen der 600 jährigen Eiche.

 

 Senior und Junior Schmitt am Gatter, durch das der Stamm in die gewünschten Bestandteile zerlegt wird.

 

 

 

 

 

 

 Ottfried Schmitt und sein ganzer Stolz, ein Tretauto.

 

 

 

 

 

 Johann Schmitt mit seiner Schwester Marianne und einer Glocke

 der katholischen Kirche im Kirchhof, dahinter die Wilhelm Bonn Straße.

 

 

 

 

 

        .......so etwas stand auch im Blättchen......

 

 

 

 

 

 

 

 Tante Emma Läden in Kronberg

.........wer erinnert sich noch....

 

 

 

 

 

 

Oscar Gelsebach vor seinem Feinkostladen in der Tanzhausstraße

 

 

 

im Feinkostladen Gelsebach

 

 

Inge und Oscar Gelsebach feiern ihr 40 jähriges Geschäftsjubiläum

 

 

 

Wer erinnert sich noch an den Spar Laden in der Hainstraße 16.

Heute ist hier eine chemische Reinigung beheimatet.

 

 

 

Der Feinkostladen Gumpert in der Schillerstraße in Schönberg, war lange garant für Frische und Gaumengenuss.

 

 

 

 

 

 

Ohne die Hilfe von Ursula Borsch, die für ihre mutige Tat die Lebensrettungsmedaille bekommen hat,

wäre ich, (rechts neben Willi) ertrunken.

 

 

 

 

 

 aus dem Kronberger Anzeiger von 1968

 

 

Kronberger Anzeiger aus 1968

 

 

 

 

Eine Institution in Kronberg, Wilhelm Borsch. Er gründete am 12.1.1903 ein Maurergeschäft

und feiert 1943 sein 40ig jähriges Jubiläum.

Diesen Artikel aus dem Taunus Anzeiger schickte mir sein Enkel, Bernhard Borsch aus den USA.

 

 

 

Heinrich Winter Straße 12 in Kronberg, Firmensitz und Wohnung von Wilhelm Borsch,

der hier aus dem Fenster schaut.

 

 

 

dies und jenes

 

 

so war das 1965

 

 

 

 

 Kronthaler Wasser, weltbekannt

 

 

 

 

 

 Es war einmal.                                                                                                                                                Obwohl die Quellen nach wie vor sprudeln, wurde das Abfüllen des Wassers 2003 eingestellt.

 

 

 

Preisgekröntes Tafelwasser

 

 

Hier durfte ein Jedermann Quellwasser abfüllen, soviel er wollte.

Heute gibt es nur noch eine einzige Möglichkeit, Quellwasser für den eigenbedarf abzufüllen.

 

   

                       Qualität aus den Kronthaler Quellen

 

Markenzeichen für Kronberg, das sind nicht nur die weltbekannten Erdbeeren, sondern auch die Mineralquellen des Kronthals, die eng mit dem Namen der Stadt Kronberg verbunden sind. Kronthaler Mineralwasser geht in alle Welt, ist bekannt für Geschmack und Natürlichkeit und beliebt wegen seiner Köstlichkeit. Die Kronthaler Quellen können derweil schon auf eine beachtliche Tradition zurückblicken und schon die Römer sollen die Quellen am Südrand des Taunus schätzen gelernt haben.

Die erste urkundliche Erwähnung der Kronthaler Quellen stammt aus dem Jahr 1568. Als Vater des Kronthaler Mineralbrunnens gilt jedoch der Kronberger Medizinalrat Dr. Küster, der etwa ab 1818, fasziniert von den Möglichkeiten der Quellen, sich für den Durchbruch des wohlschmeckenden und heilenden Wassers einsetzte. Der Durchbruch gelang im Jahr 1877, als ein kulinarisches Gutachten dem bestätigte, was Kenner schon längst wussten, dass es sich beim Kronthaler Mineralbrunnen um „Luxuswasser“ handele.

Dieses Luxuswasser fand dann auch schnell einen großen Kunden- und Genießerkreis. Schon im Jahr 1879 wurde das Wasser aus dem Kronthal nach Südamerika in andere überseeische Gebiete exportiert und das war für die damalige Zeit schon eine Leistung. Es zeigt, wie wertvoll und köstlich das Wasser ist. Und in den folgenden Jahren wurde dies immer wieder durch Prämierungen und Medaillen bestätigt. Deutschlands Kaiser wusste das Wasser aus dem Kronthal ebenso zu schätzen, wie viele andere durchlauchte Herrschaften.

Das Kronthaler Mineral- und Heilbrunnen-Unternehmen ist heute kein Marktriese im Bereich des Getränkemarktes für alkoholfreie Getränke. Die Kronthaler arbeiten nach dem Motto

„Klein aber Fein“ und das soll auch so bleiben, denn letztlich soll die Qualität überzeugen. Das gebietet im übrigen auch die bewährte Noblesse des Geschmacks, der das Wasser bekannt gemacht hat. Der hohe Qualitätsanspruch setzt dem Mengen-Denken natürliche Grenzen.

Technisch befindet sich die Kronthaler Mineral- und Heilquellen GmbH auf dem neuesten Stand und das ermöglicht neben hohem Qualitätsanspruch auf ein rationelles Arbeiten. Auf den blitzsauberen Anlagen fahren sämtliche handelsübliche Gebinde-Einheiten und eine klare Trennung der Produktgruppen in Mineral- und Heilwasser, Limonaden, Fruchtsaft- und Diätgetränke garantiert ein übersichtliches Angebot. Die große Nachfrage lässt das Unternehmen einem Grundsatz nicht untreu werden, der Kundenbetreuung. Ein fachlich hochqualifiziertes Personal, unterstützt von einer großen LKW-Flotte, sorgt für pünktliche Auslieferung und umfassende Kundenbetreuung.

Ein neugestaltetes Etikett soll das Marketing der Kronthaler Quellen jetzt verbessern. Die Krone ist dabei das einprägsame Markenzeichen der Kronthaler Quellen und natürlich der Blick ins herrliche Kronthal. Eine schwungvolle Schrift zeigt schon auf dem Etikett, was sich in der Flasche verbirgt. Gerade dies ist es, die Gewissheit, natürliche Qualität zu erhalten, die den vielen Anhängern der Kronthaler Quellen immer wieder die Sicherheit gibt, ihr Kronthaler Wasser weiter zu empfehlen.

 

 

Quelle: Kronberger Kerbebote 1. Juli 1978

 

 

Das ist von den einstmals ruhmreichen Kronthaler Mineralquellen übrig geblieben.

Heute wird das Gebäude von einer Kelterei als Getränkeabholmarkt genutzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Kaiser-Friedrich-Denkmal-Park  zu unserem heutigen Stadtpark

 

Er ist das Schmuckstück Kronbergs und die Bürger sind auch stolz auf ihn.

Auf den Stadtpark! Das erste Samenkorn zu seiner Entstehung wurde vor genau 90 Jahren, anno 1896 gelegt, wenige Jahre später, im Sommer 1902 war er vollendet.

Kaum verändert hat er sich seitdem, nur sein Name lautet anders.

Als „Kaiser-Friedrich-Denkmals-Park“ entstand er, als „Stadtpark“ wird er heute kurz und bündig bezeichnet.

Es war die „gute alte“ Zeit für die Kronberger, die Zeit der Kaiserin auf Schloss Friedrichshof. An allen Ecken und in vielen Bereichen war die Anwesenheit der Kaiserin zu spüren. Ihre Ideen und Initiativen wurden von den Kronbergern aufgegriffen. Die Liste der neuen Einrichtungen ist lang, dazu gehörte auch der Wunsch, ihrem Gatten, Kaiser Friedrich, in unmittelbarer Nähe ihres Schlosses ein Denkmal zu errichten. Die Kronberger griffen diesen Gedanken begeistert auf. die Finanzierung jedoch überstieg ihre Möglichkeiten. So wurde denn im Herbst 1896 zu einer Spendenaktion aufgerufen, die ein ungeahntes großes Echo fand. Zu Ostern 1897 erschien ein „Aufruf zur Errichtung eines Kaiser-Friedrich-Denkmals in Cronberg“, in ihm heißt es: „der Wunsch, dem erhabenen Monarchen und ruhmreichen Feldherrn, dem hochherzigen Förderer von Kunst und Wissenschaft, dem edlen stillen Dulder und Liebling des Volkes, Kaiser Friedrich im Herzen Deutschlands ein Denkmal zu errichten, bewegt seit geraumer Zeit weite Kreise der deutschen Nation“.

Der Großherzog von Baden hat nach Zustimmung Kaiser Wilhelms die Schirmherrschaft über dieses Denkmals-Unternehmen.

Inmitten eines, zu diesem Zweck erschaffenen Parkes, sollte das Denkmal stehen. Das Feld- und Wiesengelände in der Nachbarschaft von Schloss Friedrichshof eignet sich bestens dazu, aber noch war es in vielen privaten Händen. Zwar hatte die Kaiserin bei der Erbauung des Schlosses schon um ihren Park Gelände aufgekauft, doch für einen „weiträumigen“ Park reichte es nicht aus. Die 5 ½ Morgen der Kaiserin und die 19 ½ Morgen Wiesen der Stadt mussten noch „arrondiert“ werden, d.h. es wurde von Privatbesitzern aufgekauft.

Rund 160 000 Mark wurden dazu aufgebracht. Die Liste wurde selbstverständlich von der Kaiserin angeführt, sie enthält eine lange Reihe erlauchter Namen. So konnte schon alsbald das Denkmal in Auftrag gegeben werden. Geheimrat Ihne aus Berlin entwarf es, Professor Uphues führte es aus. Am 20. August 1902 wurde es in Anwesenheit von Kaiser WilhelmII. feierlich enthüllt. Die Kaiserin Friedrich durfte diesen Tag nicht mehr erleben. Es wäre mit Sicherheit für sie zu einem der glücklichsten ihrer letzten Lebensjahre geworden.

Sie hätte auch an dem schönen Park ihre Freude gehabt, war doch schon ihr Schlosspark ein Musterbeispiel für ihr großes Gespür für die Natur.

Jeder Gast pflanzt einen Baum

Solange das Schloss im Bau war und solange die Kaiserin in Cronberg lebte, war es eine liebe Gewohnheit, dass alle ihre hohen Gäste als Gastgeschenk einen Baum im Park pflanzten. Es war selbstverständlich, dass es sich meist um ausgesucht schöne und seltene Exemplare handelte. Die Besucher des Schlosshotels können die Bäume heute noch bewundern, denn fast alle stehen noch. auch in dem neugeschaffenen Park wurden seltene Bäume gepflanzt. Passend zu dem Standbild wurde der Park „Kaiser-Friedrich-Denkmals-Park“ genannt und auch amtlicherseits so bezeichnet. Mit der Zeit wurde der Name im Volksmund verkürzt, man sprach vom „Kaiser-Friedrich-Park“. Diesen Namen behielt er Jahrzehnte hindurch, vom Stadtpark war keine Rede. Zu dieser "Ehre“? kam unser Dank erst nach dem zweiten Weltkrieg.???

 

 Das sollte eines Tages, fast in einer Nacht- und Nebelaktion, das bei einigen Zeitgenossen unliebsame Denkmal verschwinden. Sie hatten etwas gegen Erinnerungen an die Monarchie und schossen in ihrer Antipathie weit über das Ziel hinaus. Vergaßen sie doch einfach alles, aber auch alles, was die Kronberger der Kaiserin zu verdanken hatten und heute noch haben. Schon war der Sprengmeister bestellt, der das Denkmal in die Luft jagen sollte, doch zum Glück blieb die Sache nicht so geheim, wie gewünscht. Es war dem Heimatforscher

Wilhelm Jung zu verdanken, dass die Sprengung in letzter Minute verhindert werden konnte. In kürzester Zeit hatte eine ganze Reihe namhafter Kronberger Bürger mit ihrer Unterschrift ein Veto eingelegt, so „traute“ man sich nicht mehr, Hand an das Denkmal zu legen.

Sportplatz und Altenwohnheim sollten den Park zieren

Bei Errichtung des Parkes hatte die Kaiserin zur Auflage gemacht, dass das Gelände nie bebaut werden dürfte. Noch heute sollten wir darüber froh sein, ohne diese Bestimmung wäre unser Park heute vie, viel kleiner. Dort sollte einmal der Fußballplatz errichtet werden, in den späten sechziger Jahren gab es Pläne, das Altenwohnheim- heute in der unteren Frankfurter Straße- dort zu bauen. Beide Planungen wurden zunichte gemacht. Nur eine Änderung wurde so nach und nach ersichtlich. Unser Park bekam einen anderen Namen. Er wird heute nur noch phantasielos, schlicht und einfach als „Stadtpark“ bezeichnet. Bei den alten Kronbergern ist die Bezeichnung Stadtpark nicht erwünscht, sie hätten es gerne gesehen, wenn der alte Name geblieben wäre. Wäre gäbe es- und was gab eigentlich den Anlass- für einen Grund, diesen alten eingeführten Namen auszulöschen? Es bleibt Erinnerung. Nicht tatenlos zusehen sollten die Stadt und ihre Bürger aber, wenn es um die Pflege des Parkes geht. Die Stadt tut ihr übriges, die Wege werden sauber gehalten, es gibt eine ganze Reihe von Ruhebänken, der Baumbestand wird durch Neuanpflanzungen ergänzt. Es liegt an den Benutzern, dass der Park eine Augenweide bleibt. Die Kronberger genießen ihren schönen Park in jeder Jahreszeit, so sollten wir in diesen Tagen daran denken, dass vor 90 Jahren ein Samenkorn aufging, das uns dieses Kleinod bescherte.

 

 Quelle: Kronberger Zeitung am 15.8.1986

 

 Gäste auf der Treppe zum Kaiser Friedrich Denkmal, am Tag der Enthüllung

 

 

 

 

 

 Zu Kaisers Zeiten waren die Menschen noch adrett angezogen, heute.......!! ...??

 

 

 

 

 116 Jahre später, steht Kaiser Friedrich III immer noch auf dem Sockel und schaut nach Kronberg.

 

 

 

  

1947 wurde Kronberg Freilichttheater – Stadt

38483 Besucher kamen zu den 31 Aufführungen

Die Bühne wurde zu einem festen Begriff im weiten Umkreis

Von Wilhelm Jung

 

Zwei Jahre nach Kriegsende kam es in Kronberg zu einem kulturellen Großereignis im städtischen Kaiser-Friedrich-Park, durch Gastspiele bedeutender Bühnen aus Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und auf dem zentral gelegenen Schirnplatz mit Vereinsamateuren.

Anton Koch, ein hier zugezogener Theater- und Konzertagent, war der Unternehmer und Pächter im Park. Ich veranlasste die Aufführungen an der vorgenannten Stelle. Die Eröffnungsvorstellung von Koch erfolgte am 6. Juli um 20 Uhr mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ durch die Lahnkammerspiele Marburg.

Wie er vertragsgemäß dem Magistrat nachwies, besuchten 38483 Personen in diesem Jahrhundertsommer die 31 Aufführungen. Die Einnahmen betrugen 138565,90 Renten-Mark. Nach Abzug der Ausgaben für Gagen und Mitarbeiter, verblieb ihm ein Gewinn

 von 21273,28 Renten-Mark. Seine Freilichtbühne mit hochwertigen Darbietungen wurde zu einem festen Begriff im weiten Umkreis und zur guten Werbung für unser Städtchen.

Jeder Autor freut sich, wenn er mit seiner Arbeit Erfolg hat und bekannter wird. Mir gelang es 1947 mit dem Freilichtspiel „Das neue Reis“ und dessen Zentralfigur „Obstpfarrer“ Johann Ludwig Christ. Damit wurde unser verdienstvoller Pomologe hör- und sichtbar gemacht. Die unmittelbare Wirkung dieser Vorstellung auf die spontane Reaktion der Besucher lag daran, dass sie einen Abschnitt Kronberger Vergangenheit mit heimischen Darstellern in Mundart und Rollen von bekannten Persönlichkeiten aus der Zeit 1786 bis 1813 gegenwärtig werden ließ und auch die alten Häuser der Schirn in die Handlung mit einbezogen waren. Unter seinen Werken nimmt die von ihm im letzten Lebensjahr 1812 herausgegebene „Vollständige Pomologie“ einen besonderen Stellenwert ein. Auf deren Titelblatt ist vermerkt, dass er Ehrenmitglied von drei deutschen und zwei ausländischen Fachinstitutionen war, wie diese Wiedergabe zeigt. Das Freilichtspiel begann mit der „Wortkampfszene“ von vier Bürgern mit dem Pfarrerpomologen bei der ersten Begegnung mit ihm 1768. In der Schluss-Szene erfuhren die ergriffenen Mitwirkenden unter dem Läuten der Kirchturmglocke seinen Tod. Er starb im Alter von 74 Jahren.

Einfach und schlicht war seine Beisetzung, ohne Grabstein auf seiner letzten Ruhestätte, die 1896 bei Erbauung des ersten Teils der Hartmuthstraße miteinbezogen wurde und verschwand. Erst 1885 erinnerte man sich wieder an den berühmten Pomologen. Auf Veranlassung des Obst- und Gartenbauvereins, ist ihm damals ein stattliches Denkmal errichtet worden, mit seinem Reliefbildnis und einer entsprechenden Widmung.

Zu seinem hundertsten Todestag erschien 1913 eine von den heimischen Obstzüchtern herausgegebene Erinnerungsschrift mit dem Verzeichnis seiner 26 verfassten Werke. Diese wurde als Festgabe den Teilnehmern der am 11. und 12. Oktober in Kronberg stattgefundenen Hauptversammlung des nassauischen Landes- Obst- und Gartenbau- Vereins überreicht. Es gibt hier auch eine nach ihm benannte Straße, die in ehemals obstreiche Gebiete führt.

Die Inszenierung wurde durch die hervorragende Gestaltung mit dem Berufsschauspieler Walter Griesmann in der Hauptrolle und als Regisseur und den mitwirkenden vortrefflichen Kappenklub-Amateuren zu einem nachhaltigen Erfolg. Mit mir als Veranstaltungspartner, der nach zweijähriger Zwangspause durch die amerikanische Militärbehörde wieder zugelassenen Vereins und seinen bewährten Mitgliedern konnte das schwierige Vorhaben verwirklicht werden. Die Vorstellungen vom 3. bis 9. August, besuchten insgesamt 3406 begeisterte Zuschauer. Doch ehe es soweit war, musste nach vielen Proben das Spiel erst bekanntgemacht werden. Weil es damals hier noch keine lizenzierte Zeitung gab, geschah es durch schön gestaltete Aushangplakate, wie die Aufnahme zeigt. Gleich nach diesen Darbietungen vor 47 Jahren, wurden wir von Besuchern „umringt“, die uns dafür dankten. Einige taten das daheim

 

 

schriftlich. Ein weithin bekannter Kronberger Maler und Restaurator schrieb uns sofort nach Besuch einer Vorstellung einen langen Brief. Darin stand am Schluss: „In dem Stück tritt Adam Philipp Bleichenbach handelnd auf. Es ist durchaus denkbar, dass er sein Auge zu der ehrsamen Pfarrerstochter erhob. Er gehörte vermöge seiner Herkunft zu gebildeten Kreisen und durfte wohl annehmen, dass sie seine Werbung günstig aufnehmen würde, ohne sich selbst etwas zu vergeben. Der Verfasser des Stückes wie Spieler gestalten es jedenfalls für mich, der als alter Kronberger an den Geschicken seiner Heimatgemeinde regesten Anteil nimmt, zu einem tiefen und nachhaltigen Erlebnis. Abschließend sei vermerkt, dass das Spiel als Gesamtleistung auf beachtlicher Höhe stand. Das schöne Gemeinschaftswerk ist umso höher im Werte anzuschlagen, als die Mitwirkenden sämtlich tagsüber ihrer teilweise sehr schweren Arbeit nachgehen mussten. Dass sie sich dieser Sache so bereitwillig einsetzten, zeugt für ihre Verbundenheit mit dem Leben und Wirken in dem Bereiche der engeren Heimat. Nachdem das Erstlingswerk des Verfassers zu solch erfreulichem Ende geführt wurde, hoffen und wünschen wir alle, dass er uns in Zukunft des öfteren mit den Einfällen seiner Muse beschenken wird. Mögen alle weiteren Stücke von der gleichen Begeisterung für die Belange der Heimat gestaltet sein wie das Spiel von dem Oberpfarrer und Pomologen Johann Ludwig Christ.“   

 

Quelle: Heimat im Bild 1995

 

 

 

 

 Wer kannte ihn nicht, sein Bauernhof war in der Adlerstraße, gegenüber von Elektro-Heist.