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                      Der Kerbe Verein

              

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 aktualisiert am: 4.6.2018

 

 

 

 

 

 

 

 1967,Rolf Haesters im Aussenbereich des Vereinslokal "Zum Weinberg".

 Mit seinem Schifferklavier, sorgte für die gute Stimmung.

 Vor Rolf Haesters sitzt Hans Winter und vor ihm trinkt Enno Temmen seinen Schoppen.

 

 

 

 Allererste Hauskapelle auf dem provisorischen Dach der Kerbehütte.

 

 

 

 

 Fotos der allerersten inoffiziellen Thäler Kerb 1967

 Schreiner Ewald Bettenbühl schaut dem Kerbetreiben zu.

 

 

 

 Helmut Girold am einzigen Bratwurststand

 

 

 

 Emma Girold schaute auch einmal vorbei.

 Da wusste sie noch nicht dass sie im nächsten Jahr zur ersten Miss Bembel

 des jungen Thäler Kerbe Vereins gewählt wird.

 Das Bürgermeisteramt-Schild hing nur prophylaktisch an der Garagenwand.

 Die Garage die Georg Hermann gehörte, hat er dem Kerbe Verein geschenkt 

 weil er sie aus Altersgründen nicht mehr genutzt hat. Das Grundstück auf dem die 

 Garage steht gehört der Stadt Kronberg. Der damalige Kronberger Bürgermeister

 Ernst Winterberg, erlaubte dem Thäler Kerbe Verein darauf ihr Vereinshaus zu bauen.

 

 

 

 

 

 Hier parkt Erich Wittstock neben der Garage von Georg Hermann

 wo heute die Kerbehütte steht.

 Hinten parkt eine BMW-Isetta wo heute der Äbbelweibrunnen steht.

 

 

 

 

 

 

 

                                  Der Thäler Kerbe Verein

 "Wie aus einem "Bubekram" das beliebteste Volksfest in und um Kronberg wurde"

Im Sommer zur Kronberger Kerb, hatten ein paar junge Leute die Idee, die Thäler Kerb neu aufleben zu lassen. Die jungen Leute waren unter anderen:

Robert und Hartmut  Schleiffer, Helmut Knecht, Ottfried Schmitt, Hans Peter Haub, Helmut und Willi Girold, Wolfgang Conradie, Fritz Schummer sowie Bernd Laupert und Sigfried Wolf. Wir hatten auf der Decke des Felsenkellers, bei Fa. Getränke Schleiffer im Tal, Tische und Bänke aufgestellt. Vorbeikommende Leute wurden eingeladen sich zu uns zu gesellen, die Getränke gab es zum Selbstkostenpreis. So wurde dann in Gesellschaft von früheren Zeiten erzählt. Weil auch ältere Täler anwesend waren, haben die uns von früher erzählt, wie im Tal damals die Thäler Kerb gefeiert wurde. Darauf hin haben wir beschlossen im kommenden Jahr eine Thäler Kerb abzuhalten. Als Vereinslokal haben wir das Gasthaus 'Zum Weinberg' ausgewählt. Der Verein wurde gegründet, eine Satzung wurde erstellt, es konnte losgehen. Im Jahr 1967 haben wir die erste inoffizielle Thäler Kerb, rund um unser Vereinslokal abgehalten, ohne viel Werbung und ohne grossen Rummel. Für die musikalische Unterhaltung sorgten zwei Leute mit dem Schifferklavier. Vorbeikommende Leute wurden eingeladen mit uns, bei Bier, Äppelwoi und Würstchen zu feiern. Wir waren fest davon überzeugt das dies nicht die letzte Kerb war. Wir sind mit der Sammelbüchse durch die Strassen gegangen und haben in jedem Haus um eine Spende für den jungen Thäler Kerbe Verein gebeten. Meist wurden wir mit 'Bubekram' abgespeist, doch viele Bürger haben auch gespendet. So konnte im darauf folgenden Jahr 1968, die erste offizielle Thäler Kerb abgehalten werden. Der erste Thäler Bürgermeister war Klaus Link mit seiner Miss Bembel Emma Girold. Zur feierlichen Eröffnung der Thäler Kerb waren der Kronberger Bürgermeister Ernst Winterberg und Pfarrer Simon anwesend. Unterstützt vom Läuten der Kirchenglocken, hat sich der Zug mit den Kerbeburschen und dem Kerbebaum von der Oberstadt in die "Staagass" bewegt. Die erste Thäler Kerb war vorüber, die allgemeine Meinung der Besucher war positiv, was uns anspornte im nächsten Jahr noch besser zu sein, den Gästen noch mehr zu bieten.  Fazit ist, die Thäler Kerb ist heute das größte Volksfest in Kronberg, dank den tollen Mitgliedern.  

Die Thäler Kerb muß ihren ursprünglichen Charakter behalten und sollte unter keinen Umständen verändert werden.

 

  Übrigens: die Thäler Kerb findet immer am Dienstag und Mittwoch

                                           nach dem ersten Sonntag im Juli statt.

Los geht's um 19.30 Uhr  großer Festzug von der Oberstadt in die Staagass, mit Unterstützung mehrerer Kronberger Vereine, aufstellen des Kerbebaums auf dem Haaseberg. Proklamation des Thäler Bürgermeisters mit seiner Miss Bembel. Anschliessend Stimmung und Musik.

Mittwoch: 10.00 Uhr Frühschoppen,Übergang zum Altennachmittag mit Preisverleihung, Übergang zu Musik bei Weck Worscht und Wein.

 

  

                                                 mehr Info unter:   www.thaeler-kerb.com

 

 

Die Wirtin der Vereins-Wirtschaft "Gasthaus Zum Weinberg" Anni Haas, im Hof der Nachbarn.

 

                                 

 

 

    Chronik

 

 

  

   So stand es auf den Plakaten 1969

Dienstag 8.Juli  19.30 Einschießen der Kerb durch die Reifenberger Kanoniere....Einholen des Kerbebaums

20.00 Uhr Schlüsselübergabe durch den Thäler Bürgermeister an den neuen Bürgermeister.....Wahl der Miss Bembel....Ansprachen

20.30 Uhr Gesang am Brunnen ( Männer Gesangverein ).....Anschliessend Tanz

Mittwoch 9. Juli  10.00 Uhr Frühschoppen bei " Anni Haas "

20.00 Gesang am Brunnen ( Volkschor )

22.00 Uhr  Großer Zapfenstreich im Fackelschein auf dem Römerberg

es laden ein, der Thäler-Kerbe-Verein- Kronberg   

 

 

 

 

 

                           Original-Plakat von 1969

 

                                 Leider etwas von der Sonne verbleicht!

 

 

 

  

Thäler Kerb soll erweitert werden.

Am Dienstag, 7. Juli 1970 berichtete die Taunuszeitung wie folgt:

 

Heute und morgen Abend wird die Thäler Kerb zum dritten Male seit ihrem Wiedererstehen im Jahre 1967 gefeiert. Während, wenn es der Wettergott gut meint, die Winkel und Gassen der Altstadt im Kronberger Tal von bunten Treiben erfüllt sein werden, wird es sicherlich während des traditionellen Frühschoppens am Mittwochvormittag heftige Diskussionen geben, wenn über den kürzlich bekanntgewordenen Plan von Adam Bettenbühl gesprochen wird. Bettenbühl schlug nämlich vor, 300 Meter vom derzeitigen Schauplatz der Thäler Kerb einen neuen Festplatz zu schaffen, welcher in Zukunft die Kronberger Kerb aufnehmen soll. Er sieht allerdings darin keine Konkurrenz für die Thäler Kerb, die er in ihrer jetzigen Form am jetzigen Ort durchaus weiter erhalten will.

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Der neue Festplatz soll der Thäler Kerb nur zusätzlichen Platz und zusätzliche Attraktionen bieten. Auf diese Weise wäre auch dem großen Gedränge abgeholfen, welches an den beiden Kerbetagen im Tal herrscht. Das, was die Thäler Kerb bisher so attraktiv machte und ihr den Charakter einer echten Kirchweih verleiht, bleibt erhalten: Kerbeburschen, Kerbebaum, Festzug und als besondere Thäler Note natürlich: die Amtseinführung des Thäler Bürgermeisters und Apfelweinausschank durch „Miss Bembel“

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Die Thäler Kerb hat ihren Ursprung in dem seit Bestehen der Siedlung im Tal dort geführten Eigenleben gegenüber dem Kronberger Stadtteil auf dem Berg welches sich für den genauer hinhörenden Beobachter schon in der Sprache ausdrückt: der Thäler Dialekt unterscheidet sich vom allgemeinen Kronberger wie etwa der Sachsenhäuser vom Frankfurter.

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Bis zum Jahre 1704 war die Siedlung im Tal in Besitz der Grafen von Stolberg, welche in Königstein residierten, und gehörte somit zum Kirchenspiel Königstein, mit welchem man auch im August die Kerb feierte. Diese Kerb hat sich noch bis vor etwa 100 Jahren im Tal gehalten, als der ehemalige Stolbergische Besitz längst an Kronberg übergegangen war. Später feierten die Thäler die Kerb zusammen mit den Kronbergern im Juli, behielten sich aber den Mittwoch zwischen den beiden Kronberger Kerbetagen als „ihren“ Tag zur eigenen Ausgestaltung vor.

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Auch die originelle Bürgermeisterwahl hat einen historischen Ursprung. Von Stolberg an Kronberg übergegangen, hatten die Thäler einen Vertreter zu wählen, der die Interessen im Kronberger Gemeinderat wahrnahm. Dessen Wahl fand regelmäßig während der zunächst noch im August gefeierten Kerb statt.

 

Das Wahlzeremoniell wurde dann später als volkstümlicher Brauch ohne politische Bedeutung beibehalten und mit auf den Kerbemittwoch im Juli übernommen. Die Amtsgeschäfte des solchermaßen gewählten Thäler Gemeindevertreters bzw. Bürgermeisters bestanden nur noch darin, dass er seinen Wählern einige Bembel Apfelwein spendierte, was wiederum der Ursprung der dienstbaren „Miss Bembel“ ist.

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Aus platz- und zeitbedingten Gründen ging der Thäler Kerbemittwoch zur selben Zeit, als auch die bis dahin in der Kronberger Innenstadt gefeierte Kerb auf den Berliner Platz verlegt wurde, ein. Nachdem sie letztmalig 1933 gefeiert wurde, versuchte der Kronberger Verkehrsverein auf Anregung von Wilhelm Jung, das volkstümliche Heimatfest am Kerbemittwoch auf der Schirn in neuer Form wiederzubeleben. In den Jahren 1937 bis 1939 wurden dort, untermalt von Trachtenkapellen, zwei von Jung verfasste heitere Mundartspiele(einer der Titel: Wer zueerst kimmt, mohlt zeerst!) und eines des in Kronberg ansässigen Bühnenautors Dr. P. Imler (De Riwwelkuche) aufgeführt. In diesen Lokalstücken kamen der Thäler Bürgermeister mit Gefolge zum Empfang herauf auf die bunt geschmückte Schirn. (tälerisch: de Dalles) wo sie von dem dort stehenden Podium Besitz ergriffen. Nachdem der echte Kronberger Bürgermeister (aus der Oberstadt) mit seinen Ratsherren eingetroffen ist, entwickelte sich eine lustige Ratssitzung, die infolge der Kerwestimmung mit Schunkeln und Musik endete. Nachdem der Krieg diese Kerbemittwochsentwicklung unterbrochen hatte, nahm der unermüdliche Jung einen erneuten Anlauf. Nachdem er schon in den 30er Jahren zur Kronberger Kerb eine Zeitung (Der Kerbeborsch) herausgegeben hatte und 1958 und 1959 sein „Kronberger Kerbebote“ erschien, fand 1959 auf der Schirn auf seine Anregung eine Neuauflage des Kerbemittwochs in Form eines Heimatabends mit Sang und Klang und Humor statt, bestritten von Mundartsprechern, dem Musikverein und dem Männergesangverein.

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Aber erst dem 1967 gegründeten Thäler Kerbeverein gelang es mit bleibendem Erfolg, den ursprünglichen Thäler Kerbemittwoch durch Veranstaltungen im Tal wiederzubeleben.

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Hier entstand das, was der Mitinitiator und Vorsitzende des rührigen Vereins, Bernd Laupert, als dessen Ziel bezeichnet: ein volkstümliches Fest zu schaffen, aus welchem vor allem kein Geschäft gemacht werden soll. Seit drei Jahren tragen Kronberger Vereine zur Ausgestaltung der Thäler Kerb bei, und viele Bürger stellen kostenlos Äpfel zur Verfügung, die dann, von Kerbevereinsmitgliedern gekeltert, als Apfelwein anlässlich der Thäler Kerb aus dem Brunnen fließen. Den Bemühungen des Thäler Kerbevereins um ein echtes Volksfest kommen die Gedanken und Pläne nahe, welche sich die Kronberger oben auf dem Berg machen, um aus ihrer ehedem ebenfalls volkstümlichen und beliebten Kerb wieder ein attraktives Fest zu machen.

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Mittlerweile ist die Thäler Kerb zu einem über Kronberg hinaus bekannten, großen Volksfest geworden, das wegen seiner Originalität viele Besucher aus den Nachbarstädten anzieht. Die Thäler Kerb, das ist zum Markenzeichen für Kronberger Gemütlichkeit und die vor zehn Jahren erarbeitete Konzeption hat sich als äußerst wirkungsvoll herausgestellt. Es steht zu erwarten, dass auch in diesem Jahr wieder die „Hölle los ist“, wenn Dienstag die Kerb eröffnet wird.

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